Samstag, 6. September 2014

Kein Datenschutzbeauftragter an Tankstelle kostet 10 000 € Bußgeld

Datenschutzbeauftragter an Tankstelle

Mr. Wash Bußgeld, weil kein Datenschutzbeauftragter bestellt war


Insgesamt verhängte das LDI-NRW gegen Mr. Wash ein Bußgeld in Höhe von 64.000 EUR, das sich allerdings aus zwei Komponenten zusammensetzt. Zum einen wurde wegen der unzulässigen Videoüberwachung 54.000 EUR fällig.


Mit einem zusätzlichen Bußgeld in Höhe von 10.000 EUR wurde das Unternehmen bestraft, weil es trotz gesetzlicher Erforderlichkeit keinen betrieblichen Datenschutzbeauftragten bestellt hatte.





Wer darf im Unternehmen Datenschutzbeauftragter sein?

Datenschutzbeauftragter kann nur sein, wer bei der Wahrnehmung der diesbezüglichen Aufgaben nicht in einen Interessenkonflikt mit anderen Aufgaben gerät. Aus diesem Grund kann beispielsweise ein Geschäftsführer nicht sich selbst zum Datenschutzbeauftragten bestellen, weil er sich ansonsten selbst kontrollieren müsste. Auch beim Leiter der Personalabteilung oder der IT-Abteilung können solche Interessenkonflikte bestehen. Schließlich ist diesen oftmals daran gelegen, dass auch mit personenbezogenen Daten kostengünstig bzw. möglichst effektiv umgegangen wird.






Muss der Datenschutzbeauftragte Mitarbeiter des Unternehmens sein?
Der Datenschutzbeauftragte kann Mitarbeiter des Unternehmens sein, muss es aber nicht. Auch eine externe Person kann zum Datenschutzbeauftragten bestellt werden. Allerdings muss diese auch über die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit verfügen.


Ausbildung zum (externen) betrieblichen Datenschutzbeauftragten

Sie erhalten bei einem Tagesseminar von der "Retailcoach" alle Informationen und Unterlagen, um als interner oder externer Datenschutzbeauftragter tätig zu werden. 
Das Tagesseminar kostet 220 EUR + MwSt.

Mehr Infos: Efdat-Institut