3 Schritte zur perfekten Videoüberwachung

Leitfaden zur Planung einer Kassen-Videoüberwachungsanlage

Gleich von Anfang an alles richtig machen. 

1.1  Informieren (Leitfaden) 
1.2  Integrieren  (Fachleute Projektierung und Datenschutz) 
1.3 .Installieren  (Geschulter Installateur und Service-Techniker)



Bevor Sie anfangen zu projektieren, fragen Sie, was die Aufgabenstellung ist  oder das Problem, das gelöst werden soll und wie viel Kosten dieses Problem  derzeit  verursacht. Dann wissen Sie auch recht schnell wie viel Geld für eine Problembeseitigung investiert werden kann. Wenn keine konkrete Aufgabenstellung oder kein Problem (Zweck*) vorliegt, so besteht in aller Regel auch keinen Bedarf an einer Videoanlage und laut Datenschutz, darf dann auch gem. § 6b BDSG keine Videoüberwachung  installiert werden. Der Interessent hat dann in aller Regel auch kein  Budget im Kopf und wird nichts kaufen. Gehen Sie von sich selbst aus, Sie würden niemals losgehen ein Auto oder einen anderen Gegenstand zu kaufen, wenn Sie nicht wissen, welchen Geldrahmen sie zur Verfügung haben.  (* Der Zweck der Videoanlage ist für den Datenschutz wichtig)

1. Überwachung : wann und wo
Klären Sie ab welcher Zeitraum wichtig ist. Wenn nur nachts überwachen werden soll, kann  es sinnvoller sein auf eine spezielle Nachtkamera mit Umschaltung auf schwarz/weiß zu verwenden, die lichtempfindlicher ist, als eine reine Farbkamera.

 Tagüberwachung                                                                                 Innenbereich ( IP-54)
 Tag/Nachtüberwachung                                                                     Außenbereich ( IP-66)

2. Kameratyp
Mit dem Kameratyp treffen Sie eine Vorentscheidung bezüglich Preis und Folgekosten. Bedenken Sie jedoch, dass nur eine Kamera, die exakt die genannten Bedürfnisse erfüllt, schlussendlich der Grundstock für eine effiziente Videoüberwachung ist. Eine richtig projektierte Videoanlage macht sich von selbst bezahlt und sei es nur durch die Freude oder Komfort, den  der Besitzer dann hat. Es muss auch nicht immer eine IP-Kamera sein. Wenn Sie Bilder auf ihrem PC , im Netzwerk oder per Fernüberwachung  sehen wollen, können Sie jede Videokamera über einen Rekorder/ Router ins Netzwerk bringen. Wir empfehlen analoge Video-Kameras bis zum Digitalrekorder und gehen von dort ins Netzwerk

Farbkamera                                                                                          IP/Netzwerk- Kamera  (digital)
 Farb-Tag/Nacht-Kamera                                                                     HDVCI-Full-HD Kamera (analog)
 Farb-Tag/Nacht-Kamera mit LED                                                     SDI-Full-HD-Kamera (digital)

               
3. Modellvariante
Die Kamera, die Sie auswählen, sollte den größtmöglichen Vorteil für Ihre Aufgabenstellung haben. Die technischen Möglichkeiten sind bei nahezu allen Kameras identisch, sofern diese ein OSD-Menü haben. für fast alle architektonischen Gegebenheiten sind Kameras vorhanden. In öffentlich zugänglichen Verkaufsräumen wie in Ladengeschäften oder an Tankstellen dürfen Sie nicht mit Megapixel-Kameras bereitflächig alles überwachen, das wäre ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz. Sie dürfen nur das überwachen, was relevant für ihr Anliegen ist. Beispiel: Nur der Tankvorgang an Säule 4 ist relevant, nicht das danebenstehende parkende Auto bei Säule 6. Eine Kuppelkamera sollte immer dort installiert werden, wo die Gefahr besteht, dass Fremde mit einem Besen an die Kamera gelangen, um diese zu verstellen.

 Kuppel-Kamera                                                                                    LED-Kamera (mit Beleuchtung)
 Zylinder-Kamera                                                                                  Minidome
 Motorisierte-Zoom-Kamera                                                                Speed-Dome
       
4. Objektiv
Beim Bildausschnitt entscheiden Sie wesentlich über die Qualität Ihrer Videoanlage, je genauer der Bildausschnitt festgelegt wird, desto detailgetreuer sind später die Bilder. Deshalb am Besen ein motorisiertes Zoom-Objektiv verwenden. Die Qualität und Lichtstärke des Objektives ist ein wesentlicher Baustein einer Videoanlage. Faktoren wie Modulationstiefe, Randschärfe, Lichtstärke tragen zum Gelingen Ihres Vorhabens bei.  An dieser Stelle zu sparen, ist dasselbe, wie eine Brille aus Milchglas zu tragen. Sie wäre billiger, aber nutzlos.

 Übersichtaufnahme                                                                             Festobjektiv
 Detailerkennung                                                                                   Vario/Zoom-Objektiv
       




5. Stromversorgung
Beachten Sie, eine dezentrale Stromversorgung ist das einfachste.  POE ( Power over Ethernet) ist nur bis zu einer Länge von 100 möglich. Systemkabel mit Video/12V können auch nur max. 200m überbrücken.
                                                                                                                   
 230 V                                                                                                      POE, Netzwerk (CAT 7 )
 Systemkabel ( Video,12V, Audio)                                                     Akku/Notstromversorgung
 Wetterfeste Kabel/ Erdkabel
6. Kamerastandart
Wesentliche Kriterien einer Kamera sind die Auflösung, (von 580 TV-Linien bis 4 Megapixel), die  Lichtempfindlichkeit und Lichtwertregelung oder auch ein mechanischer IR-Schwenkfilter bei einer Tag/Nacht-Kamera ist ein Qualitätskriterium. Durch die nachfolgenden technischen Merkmale ergeben sich auch große preisliche Unterschiede. Fragen Sie sich deshalb, was Sie wirklich brauchen, was für Sie wichtig ist. Beachten Sie bitte, dass Billigangebote aus dem Internet auch Kostenfallen sind, weil die Qualität häufig nicht in Ordnung ist und die Kameras ausfallen und Technikerkosten verursachen. Unsere Kameras sind geprüft und halten nachweislich jahrelang über die Garantiezeit hinaus und entsprechen zudem allen deutschen und europäischen Vorschriften.

 Auflösung ( PAL oder Megapixel)                                                     RS-485 Anschluss
 Lichtempfindlichkeit  (Tag/Nacht)                                                     OSD - Menü (Fernkonfiguration)
 Backlight BLC/WDR                                                                             Tag/Nacht mit IR-Schwenkfilter


7.Beleuchtung
Die Art der Beleuchtung, der Standort der Beleuchtung, (möglichst nah am Objekt) der Spektralbereich der Beleuchtung sollte mit der Spektralkurve der Kamera übereinstimmen. Die Beleuchtungsstärke (Lux) sollte gemessen werden. Eine gleichmäßige „schwache „ Ausleuchtung ist immer besser als helle punktuelle Strahler.
Wenn eine Infrarot-Beleuchtung erforderlich ist, sollte diese immer separat montiert werden. Kameras mit integrierten LED-Licht haben die Eigenschaft, dass Sie im Außenbereich ständig gereinigt werden müssen, weil Insekten oder Spinnen die Scheibe verschmutzen

 Beleuchtung  vorhanden                                                                    Infrarotbeleuchtung erforderlich ( LED )
 Halogen/ LED Strahler erforderlich                                                  Beleuchtung in Kamera integriert ( LED )

8. Montage
Die Kabellänge, oder eventuelle induktive Störungen sprechen in aller Regel für eine 2-Draht oder eine LWL- Übertragung ,damit können oft mehrere Kilometer Video- und Steuerbefehle übertragen werden, ein RG- 59 Videokabel kann auch für Full-HD ohne Verstärkung bis 300 m verwendet werden und eignet sich auch für die Übertragung der Steuerbefehle und Audio. Ein System-Kabel mit 5,5mm Durchmesser hat eine bessere Abschirmung als ein 3 mm Kabel, was sich natürlich im Preis bemerkbar macht. Wer bei der Montage spart, spart an der denkbar schlechtesten Stelle. Wenn Sie Ihren Arzt im Preis drücken, können sie ahnen was dabei herauskommt. Gute Arbeit hat immer ihren Preis und dauert auch länger als Pfuscharbeit. Störungen im Videobild sind zumeist auf schlampige und billige Installationen zurückzuführen. Funkübertragung oder WLAN –Kameras sollten Sie unbedingt vermeiden, da diese Videosignale immer gestört werden können. Alle Einbrecher und professionellen Ladendiebe haben immer einen „WLAN-Jammer“ dabei, mit dem Sie WLAN-Kameras außer Betrieb setzen.

 Videokabel RG 59                                                                                2-Draht/Telefonkabel
 Systemkabel ( Video/Audio/ 12 V )                                                   Glasfaserkabel
 Steuerleitung RS-485/RS232                                                             CAT 7

9. Aufzeichnung
Bei der Videoaufzeichnung können Sie entscheiden, ob Sie den Rekorder ( DVR) lieber mit der Maus (PC-Lösung) oder lieber mit einer Tastatur (Stand-Alone) bedienen.

 Stand-Alone DVR                                                                                 Rekorder auf PC-Basis
 Rekorder zur Kassendatenverknüpfung




10. Digitalrekorder
Bei Digitalrekorder gibt es einige wesentliche Kriterien, die sich ebenfalls erheblich auf den Endpreis der Videoanlage auswirken. Wichtig ist vor allem eine optimale und möglichst intuitive Bedienung des Gerätes, sowie die Anbindung an ein Netzwerk oder Internet mit der passenden Software für Smartphone, Tablet oder Laptop. Wichtiger Punkt, wie viel Bilder pro Sekunde haben Sie bei der Wiedergabe.  Pro Kamera sollte ein guter Rekorder 25 Bilder pro Sekunde  machen.

 Anzahl der Bilder 100, 200, 400 oder 800 Bilder/Sek.
 Anzahl der Videoeingänge : 4 , 8, 16, 32    
 D1 Auflösung  oder Full-HD
 Wiedergabe in Echtzeit
 Alarmgesteuerte Aufzeichnung, Anzahl der Alarmeingänge/ Ausgänge,
 Hybridfunktion,  Anschluss von IP, HDVCI und analogen Videokameras
 Video-Motion Detektion, Bewegungserkennung
 E-Mail Versand/ Popup bei Alarmkriterien
 Suchfunktionen nach Kamera/Zeit/Ereignis/Textdaten
 Suchfunktion- Funktion nach bestimmten Texten, Wörtern, Artikeln, Begriffen
 Netzwerk, Internet, Klient- Software, Smartphone-App

 POS – Kassendaten oder Daten-Schnittstelle für Alarm/Zutrittskontrolle oder Bus-Systeme




11. Skizze

Hilfreich zu guter Letzt, ist immer eine Skizze in der die gewünschten Bildwinkel eingetragen werden können. Beschreiben Sie zusätzlich in wenigen Worten, wie Sie sich die Funktion der Video-Anlage vorstellen. Denken Sie noch an Datenschutz*, Betriebsrat, Sonneneinstrahlung, Wartungs- und Folgekosten. Ein Schnäppchen kann sich im Nachhinein als recht teuer erweisen. Ein gut geplantes Videosystem wird sich von alleine bezahlt machen. Je mehr Sie für eine Videoanlage investieren, desto mehr werden Sie einsparen, oder umso größer wird ihr Nutzen sein. 
* siehe Spezialreport: Videoüberwachung am Arbeitsplatz und Checkliste für Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen  Räumen). Füllen Sie diese Formular aus und fügen noch Bilder, dann schicken Sie dies per Fax 07021-8606699 oder Email an info@videosystem.de  und sie erhalten umgehend ein perfektes Angebot vom Spezialisten. Schnellinfo beim Planungsspezialisten: Walter C. Dieterich: Tel 0170-8181807

Hier können Sie den Leitfaden 3 Schritte zur perfekten Videoüberwachung downloaden