Videoüberwachung und der gesellschaftliche Wandel

Die Videoüberwachung ist ein Teil des gesellschaftlichen Wandels. Somit kann die Videoüberwachung den gesellschaftlichen Wandel weder hemmen noch beschleunigen, sondern nur das zum Ausdruck bringen und zeigen was sich wandelt und was ist.


Der Kassendieb von Paderborn 
In der Steinzeit bei Fred Feuerstein war noch klar geregelt. Was in der Höhle von Fred Feuerstein liegt, ist sein Besitz. Und kein anderer Bewohner des Neandertals wäre auf die Idee gekommen aus dieser Höhle etwas zu stehlen.

Respekt vor dem Artgenossen und dessen Eigentum, war damals noch gebräuchlich. Klar war allerdings auch, wenn jemand kommt, um Fred aus der Höhle etwas zu klauen, dann haut ihm Fred Feuerstein mit der Keule dermaßen auf den Kopf, dass der Eindringling nie wieder etwas klauen wird.

Weil seinerzeit im Neandertal jeder wusste, dass dies in der vorhandenen gesellschaftlichen Struktur so gehandhabt wird und sich jeder Bewohner an diese Regeln gehalten hat, konnte Fred Feuerstein sein Höhle verlassen, ohne den Eingang mit einer Tür abzudichten, ohne dieselbe abzuschließen oder gar von Videokameras bewachen zu lassen.

Wie uns der Fall Emmely lehrt, ist ein Diebstahl aufgrund des gesellschaftlichen Wandels aber nur dann ein Diebstahl mit Folgen, wenn Verhältnismäßigkeit, Dauer der Betriebszugehörigkeit und die Frage: "Bagatelle oder keine Bagatelle", geklärt ist und auch die Möglichkeiten anderer milderer Restriktionen, wie zum Beispiel Abmahnungen auch ausreichend gegeneinander abgewogen wurde.

So durfte Tengelmann, anders als Fred Feuerstein, dem Dieb keines auf den Kopf hauen, geschweige denn ihn anderweitig bestrafen, solange dieser nur kleine Stücke, sogenannte Bagatellen aus dem Betrieb/Höhle nimmt. Ein Hinkelstein im Ganzen wäre ein Diebstahl, aber die Mitnahme in kleinen Stücken wäre dann ein Bagatellfall.

Damit Fred Feuerstein oder Tengelmann die Bestände der Höhle/Kasse nun kontrollieren kann und gegf. einen Nachweis für das Verschwinden von Hinkelsteinteilchen oder Geld hat, wird jetzt zwingend eine Videokamera benötigt. (Wie wir mittlerweile alle wissen, konnte es sich Tengelmann auch gar nicht erlauben, dass jede Verkäuferin, jeden Tag den 'Bagatellbetrag' von 2,50 EUR aus der Kasse nimmt, Tengelmann hatte bereits zu der damaligen Zeit Verluste gemacht)

Die Überwachungskamera wird somit zwangsweise zu einem Bestandteil des gesellschaftlichen Wandels. So wie die unzähligen Blitzlichtanlagen und Radarkontrollen entlang unserer Bundes- und Kreisstraßen auch nur Zeitzeugen des gesellschaftlichen Wandels sind. sich an Regeln zu halten fällt den Menschen mittlerweile immer schwerer. ( Erziehungsmängel?)

Wenn unserer Gesellschaft das Wissens vom "Mein" und Dein" nicht abhanden gekommen wäre. Wenn der Begriff Diebstahl noch eindeutig wäre, wenn Stehlen oder andere Straftaten noch Konsequenzen hätten, z. B Verbannung nach Elba, dann könnten wir auf die Zeitzeugen dieses gesellschaftlichen Wandels,wie auf die zitierten Video-Überwachungskameras verzichten.

Aber zu glauben, wenn es nirgendwo mehr eine Überwachungskamera gibt, würde sich die Gesellschaft wieder wandeln, könnte sich auch als Irrtum herausstellen. Vielleicht hat dann der gesellschaftliche Wandel nur andere, effektivere, technische Möglichkeiten der Kontrolle geboren.

Ein Polizei bekannter Asylant, 
der  Kassendieb von Paderborn
Achtung Einzelhändler, 
der Herr Asylant  ist immer noch auf freiem Fuß





Wir können nur, wie Michael Jackson es bereits in "Heal The World" besungen hat, nur auf eine bessere Welt hoffen.

Infos über den Fall Emmely und seine vermutlichen Folgen hier

Hier die unglaubliche Geschichte des Rheydter Ladendiebes, der 150 Ladendiebstähle machen durfte

http://www.wz.de/lokales/moenchengladbach/rheydter-zeigt-staatsanwaltschaft-an-1.2001042

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/bekannter-seriendieb-kommt-vor-gericht-aid-1.6275955